Alles auf Halde. Zu lange pokern und das ganze Kartenhaus bricht zusammen: ffffzzschhhhram

Norbert Nelte - 31.03.2015 - Ökonomie

Es war ja gut gemeint von Tsipras, den Arbeitslosen gratis Strom geben zu wollen. Aber da muss er schon aus dm Euro austreten und letztlich sich vom Kapitalismus verabschieden. Es war doch klar, dass Brüssel dieses Gratisstromgesetz gleich wieder einkassiert hat. Das Ergebnis dieser Rumzockerei ist jetzt, dass Syriza nun 11,35% Zinsen für die Kredite zahlen muss nach 9,25% am Anfang ihrer Regierungsübernahme. Das heißt nur, dass Tsipras bei den Armen noch mehr sparen muss, z.B. jetzt mit einer Mehrwertsteuereröhung.

Genauso in US-Amerika. Hier ist die Erhöhung der Schuldenobergrenze am 15. März 2015 abgelaufen. Heute haben sie schon einen Stand von 18,380 Billionen Dollar bei 105,3% vom BIP. Da wird ja demnächst wieder ganz schön zwischen Demokraten und Republikanern rumgepokert werden. Auch haben wir eine Rumpokerei zwischen US-Amerika und Europa wegen des Krieges in der Ukraine und der europäischen Ausrichtung nach Asien und China zu erwarten.

An jeder Börse wird gezockt, bei 12.000 Punkten steht der DAX, obwohl der reale Wert der DAX-Firmen nur 2.000 Punkte hergeben. Bei den Derivatenmärkten wird gepokert, den Terminbörsen, die Immobilienmärkten, den Credit Defaut Swaps Wetten. Wenn es ernst wird, schützen sie sich vor dem Platzen einer Blase mit noch größeren Blasen: Im Notfall droht Ausverkauf - Eine Blase: Investoren sehen Gefahren bei Unternehmens-Anleihen und, und, und.

Wenn nun einer mal überreizt oder sich verzockt, brechen alle Zockermärkte gewaltig zusammen. Die ganze Wirtschaft bleibt in Europa stehen und in Deutschland ist sie nur noch auf Lügen aufgebaut.

Spielekonzern German Games AG, nur noch auf Halde


„Es wird fast nur noch auf Halde produziert“ ist der ehrliche Kommentar eines Bankers mit Insiderwissen, zu Holgers Frage, wie die Wirtschaft läuft? „Nur noch auf Halde, aber mehr dürfe er nicht verraten, sonst läuft er Gefahr, ermordet zu werden“. Klar, es gab ja schon in den letzten 3 Monaten 50 seltsame Tode von Bankern.
Wenn Banker nicht mehr können: Welle an Selbstmorden beunruhigt die Branche heißt es da noch am 23.3.14
Mysteriös: 12 tote Banker in kurzer Zeit werden die News schon kritischer am 7.4.14

Das mysteriöse Sterben von Top-Bankern und "Staatsfeinden" setzt sich fort titelt am19.2.15 die Epoch Times. Litten die Banker wirklich nur unter Depressionen, oder wussten sie zuviel und wollten darüber sprechen. Oft finden die Ehefrauen auch mit in den Tod. Sehr seltsam. Klar, wenn sie schon die 3 Journalisten ermordeten, die einen Film über den 11.9. drehen wollten, dann killen sie auch die, die zuviel wissen und reden wollen

Überprüfen wir die Aussage „Alles auf Halde“ bei der größten Industrie, der Autoproduktion, die ja mit den Zulieferern schon 14% der Industrie ausmachen.

kfz-Betrieb meldet am 9.2.15, dass die Eigenzulassungen erreichen Höchststand 34,2%, der höchste Wert seit je für 2015, nach 33% in 2014 und 27% in 2012. Die Eigenzulassungen sind Händler- und Werkszulassungen. Die Händler werden dazu gezwungen

Dann landen ja auch noch gut 1/3 der Autos auf mysteriösen Autofriedhöfen: Verrosten hier tausende Neuwagen in der Pampa oder werden sie nur zwischengelagert?

Aber alle Autos, die Eigenzulassungen und die von den Autofriedhöfen gelten schon als verkauft, wie ich schon in dem Artikel „Unser brummendes Wirtschaftswachstum steht auf der grünen Wiese“ vom 27.5.2014 aufzeigt habe. Nun wissen wir nicht, wie viele Autos bei beiden Zählungen dabei sind. Rechnen wir bei beiden Zählungen mit 60%, dann werden aber nicht 40% des Restes verkauft, nein, davon werden wie bei Mercedes jeder 2. Wagen als Leasing geführt. Also 20% werden verkauft. Der Rest wird mit viel Rabatt und Leasing-Verlusten halb verschenkt.
Besonders viele und hohe Rabatte werden auch an das Ausland gegeben, so dass ganz gewaltig die Gewinne schrumpfen. Manche unabhängige Zeitungen fragen ja auch, ob ein Teil der Autos bei der Verschrottung landen, denn die Konzerne wollen ja ihre Preise nicht ganz kaputt machen.

Nun, alles halb so schlimm, die Konzerne zahlen ja so gut wie keine Steuern mehr und bekommen bei Verlusten sogar die Hälfte zurück.

Die ganze Wirtschaft mit Angebot und Nachfrage wird uns nur vorgespielt. Sie findet in der Wirklichkeit gar nicht statt. Die Konzerne melden prächtige Gewinne, aber das sind bei dem produzierendem Gewerbe zu 90% oder mehr nur außerordentliche Gewinne von ihren fremden Aktienpaketen aus Rohstoff-, Billiglohnländeraktien oder Hedgefonds und stillen Fonds. Du siehst nur die Fassaden und die Einganstüren der Konzerne. Was an der Hintertür passiert, siehst Du einfach nicht. Das bleibt geheim.

Die EZB druckt nicht nur für die Staaten und Banken Geld, auch für die Konzerne, und die wiederum können sich auch auf dem Markt für Unternehmens-Anleihen Geld leihen, und dieser Markt droht jetzt nach der Warnung der Investoren selber zu platzen. Wahrscheinlich wollen die Investoren, dass die EZB dafür noch einmal Geld druckt.

„Die Inflation kann ruhig bis 10% ansteigen, dann merken es die meisten noch nicht, wenn sie offiziell 2% sagen“, ist die geheime Staatshaltung dazu. Also kann Draghi für die Staaten, Banken und Konzerne ruhig tüchtig weiter drucken. Erst ab 20% wird es mulmig.

Der Oligarch und Investor Soros fordert unverblümt Geld von der EZB. Soros hatte in die Staatsanleihen der Ukraine investiert, in der Hoffnung, Europa wird für den Krieg gegen Russland für deren Schulden gerade stehen. Doch jetzt will Europa gar keinen Krieg mehr, weil alle gemerkt haben, dass die Ukraine ein Fass ohne Boden wird und sie mit Russland und China enger zusammen arbeiten wollen. Soros hat sich also total verzockt und fordert nun ganz frech, „Soros fürchtet herbe Verlute und verlangt weitere EU-Kredite für die Ukraine“ am 29.3.15

Er fordert ganz direkt vom kleinen Steuerzahler, die Kohle rauszurücken. Die meisten anderen Reichen getrauen sich erst gar nicht in unsere Gefilde hinab, höchstens mal wie die Royals von weitem zuwinken. Nur an den Hinterausgängen der Banken siehst Du die Banker für einen Judaslohn, wie sie zentnerweise die Knete aus Fondseinlagen, Dividenden und Gewinnen in den Olymp der Superreichen hoch schaufeln.
Gewonnen hat nach den alten Regeln der, der zuerst den Reichen zugewunken hat. Da aber lt. Zeit-online vom 23.3.15 schon mehr als 60 Prozent in Deutschland die Demokratie bezweifeln, gewinnt nach den neuen Regeln derjenige, der als erster das ganze Kartenhaus Deutschlands zum Einsturz bringt.
Bei den anderen Branchen sieht es auch nicht viel besser aus. Hapag-Lloyd in Hamburg hat nur 20% seiner Schiffe ausgelastet. Der Welthandel kommt immer mehr zum Stehen.

Am 21.3.15 meldet der Wiener Kurier: Premier Li stimmt Chinesen auf harte Zeiten ein. Die USA lügen wie gewohnt. Jeder Präsident hatte sowohl an der Inflationsstatistik als auch an der Arbeitslosenstatistik einen neuen Trick ausgedacht, um die Zahlen zu beschönigen. Die Administration von Präsident Obama nimmt gar die Langzeitarbeitslosenzahlen aus der Statistik raus, mit der Begründung, die würden eh nicht mehr den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Wunderbare Begründung, sie sagen sich nur, wir müssen fälschen, sonst sieht ja jeder, dass wir fertig sind. Aber es hilft nichts. Paul Craig Roberts urteilt zu recht: Die Vereinigten Staaten sind pleite, alle sind pleite, wirtschaftsmüde und überschuldet.

Um das zu kaschieren, wurden große Blasen aufgebaut. Um deren Platzen zu verhindern, noch größere Blasen, nur um das 3,4fache Weltvermögen der Reichen als das Weltbruttoinlandsprodukt zu erreichen. Noch kann das Platzen dieser Riesenkaskade mit der weltweiten Gelddruckerei verhindert werden, weil alle an die offiziellen niedrigen Inflationszahlen glauben. Aber wehe, einer verliert beim Lügen, Tricksen und Rumpokern die Nerven, und das wird über kurz oder lang so kommen, so kommen müssen, dann kracht das filigrane Machwerk von Algorirthmen, Paragraphen und Kalkulationen mit einem Riesengetöse in sich zusammen, ffffzzschhhhram, ram, grumpel – pft.


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