Wir sollen töten für den Wohlstand von Köhler und Konsorten!
Krieg für Rohstoffe? Nichts Neues, Herr Köhler. Wir haben das schon verstanden.

Norbert Nelte - 28.05.10 - Krieg

Horst, der ewig gnädig grinsende Bundespräsident, hat uns über die Notwendigkeit des Krieges endlich richtig aufgeklärt, ohne nach solch dümmlichen vernebelnden Metaphern zu greifen wie „Brunnen bauen“ „Demokratie installieren“ oder gar „Terroristen jagen“ zu gebrauchen.

Der Klartext von Köhler (Zitat) "Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg."

Nun regte die ganze Nation auf wie der Spiegel. Er schreibt:

„Bundeswehr in Afghanistan. Köhler entfacht neue Kriegsdebatte.
„Kämpft die Bundeswehr auch für wirtschaftliche Interessen? Horst Köhler hat mit einem Interview ein Tabuthema berührt. Die SPD zeigt sich empört, die Union verstört - ein Verfassungsrechtler wirft dem Staatsoberhaupt auf SPIEGEL ONLINE gar imperialistische Töne“

Nur, lieber Spiegel, meine Herrschaften von Politik und Justiz, das ist doch alt und ihr kennt das doch. Jetzt tut bitte alle nicht so, als ob ihr davon nichts wüstet. In Eurem Weißbuch steht doch alles drin.
Die Linke Zeitung schrieb am 19.06.2006

„Getreu der Devise „Deutsche Waffen, Deutsches Geld, morden mit in aller Welt“ hat Merkels Kriegsminister Jung (CDU) (Link 4) über neue Aufgaben für die Bundeswehr in seinem „Weißbuch“ für Sicherheitsfragen nachgedacht: „Als rohstoffarmes Land ist Deutschland in hohem Maße von einer gesicherten Rohstoffzufuhr abhängig. Hierbei gilt es, sich insbesondere den Regionen, in denen kritische Rohstoffe und Energieträger gefördert werden, zuzuwenden.“ Kriegsstaatssekretär Pflüger (CDU) erläutert das in Klartext: „Wäre der Kongo ein rohstoffarmes Land, hätte sich die Staatengemeinschaft nicht zu diesem Einsatz entschlossen“.

Redemanuskript (9.11.2004) von Ex-Kriegsminister Struck (SPD): "Moral und Geschichte reichen sicherlich nicht aus, um in jedem Einzelfall über Europas sicherheitspolitisches Engagement zu entscheiden. Andere Faktoren müssen hinzukommen, (...) Dazu gehören auch (...) der Schutz der Energie- und Rohstoffversorgung." Ströbele ist wie immer entsetzt, aber wie immer hält er weiter treu zu seinen grünen Kriegstreibern. Rainer Stinner, MdB (FDP), Mitglied Verteidigungsausschuss: "Einer meiner größten Interessen ist, Erhalt von Wohlstand und Frieden und Freiheit für unser Vaterland, für unsere Nation, für Deutschland. Und wenn ich das als ein wichtiges Ziel habe, das Ziel wird jeder teilen, hoffentlich, in unserem Lande, dann weiß ich genau, dass wir als Exportnation Nummer eins in der Welt, als Nation, die dringend darauf angewiesen ist, um ihr Bruttosozialprodukt zu erwirtschaften, um uns zu ernähren, auf deutsch angewiesen ist, Rohstoffe zu bekommen, dass das unmittelbar dazu führt, dass wir eben unseren wirtschaftlichen Wohlstand erhalten können, und das ist unser nationales Interesse." (5) Blut muss spritzen für den Wohlstand der Pfeffersäcke.“
Meinen Wohlstand werden die Herren wohl nicht meinen, denn den gibt’s gar nicht mit 400 Euro nach Abzug aller Fixkosten. Von Wohlstand kann man doch nur ab der oberen Mittelklasse sprechen, die obersten 10%, für die sollen wir Kanonenfutter spielen, für deren Wohlstand werden imperiale umgangssprachliche Kriege durchgeführt und müssen Mütter, Kinder, Väter und junge, unwissende Soldaten sterben.

Am 4. April 2008 schrieben die NATO-Generäle, unter anderem auch der ehemalige NATO-Offiziere Klaus Naumann, in dem Papier „Towards a Grand Strategy for an Uncertain World„ (Link 6) auch Klartext, wie man das durchsetzen kann. Ins Visier genommen wird das Schanghai-Bündnis mit dem Zentrum China, Russland und Indien und kurzfristig auch der Iran. In dem Papier geht es um die eigenen Interesse, dem „Way of Live“, für die „Sicherstellung der Rohstoffe“. Letztlich müsse man auch die Bereitschaft zum „totalen Krieg“ aufbringen, auch zum atomaren Erstschlag.

Die Herrschaften, die sich jetzt dumm stellen, wollen damit nur das Volk hintergehen. Es steht doch alles in Internetzeitungen, war sogar im ARD-Monitor. Das Weißbuch haben alle vom „Verteidigungs“ausschuss. Köhler hat nur den Fehler begangen, dass er es für alle höhrbar an die Presse gab. Aber der Raubritter-Abkömmling und Kriegsminister zu Guttenberg ihn auch verteidigt, es ginge dem Präsidenten nur um die Raubpiraten von Somalia.
Aber es sind jetzt einige hellhörig geworden. Die Weltschulden (81 Billionen = 81.000.000.000.000) betragen jetzt schon das Eineinhalbfache (150%) vom Weltbruttoinlandsprodukt (54 Bill.). Bis Griechenland ist es nicht mehr weit und die Wohlstandskämpfer sollten sich schon mal eine stabile Fluchtburg bauen. Denkt daran, die Arbeiter haben Panzer, weil alle Soldaten zu Ihnen überlaufen werden!

Norbert Nelte
Internationale Sozialisten

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