Wird der Imperialismus Nachfolger der USA, China, ebenso so aggressiv sein?

Norbert Nelte - 09.03.18 - Krieg

Wir haben noch einige aggressive und durchtriebene Kriegsversuchewie inSyrien seitens der USA zu erwarten, dann wird aber bald der Supercrash dem Spuk ein Ende setzen. Schon 2016 sah Brzezinski die US-Weltherrschaft am Ende 23.9.16.

Der Nachfolger China wird wohl kaum so Aggressiv, durchtrieben und hinterlistig auftreten wie die Vereinigten Staaten. Sie werden eher der wohlgeordneten Ordnung eines Konfuzius folgen wollen als der Hinterlist eines Machiavellis oder der Römer nach der Devise: „Was Du nicht beherrschen kannst, schaffe Chaos“. Die Chinesen sind Imperialisten und bleiben Imperialisten, das habenwir schon bei dem Massaker auf dem tian’anmen-platz am 4.6.1989 gesehen.

Die Us-Amerikaner hätten das viel besser gemacht. Sie hätten erst die Studenten dazu angestiftet und dann die „Rädelsführer“ „nur“ erschossen. Diese hinterhältige Politik haben sie von den Engländern gelernt. Während die Chinesen „nur“ schießen, wenn sie sich angegriffen fühlen, produzieren die Amis jederzeit diese „Schießübungen“, nur, um mehr Waffen zu verkaufen.

Angefangen hat diese bösartige  Politik mit der Queen Elisabeth der I. (1533-1603). Sie vergab Kaperbriefe z.B. an Kapitän Francis Drake und durch diese Hofpiraterie und den Hofraub gelang es ihm mehrfach, eine immense Menge des spanischen Kolonialreichtums nach England zu schaffen und damit die Schatulle der englischen Krone prall zu füllen. Aber die Spanier wollten sich mit ihrer Flotte, der Armada, rächen,

Und Elisabeth wollte mehr. Siehst Du, da auf dem Bild, das zum Sieg über die Armada gemalt wurde, hält sie die Hand über die ganze Welt. Die ganze Welt will sie, aber leider waren die spanischen Kanonen viel besser als die englischen, weil sie in einem Geheimverfahren in Österreich aufrecht gegossen wurden. Ihr Chefsekretär wurde Francis Walsingham, der als der Erfinder der modernen Spionage gilt.

Die Glockengießerei Miller der  Gießerdynastie Löffler bei Innsbruck goss für die spanischen Habsburger die Kanonen mit der gewaltigen Schusskraft. Geselle der Gießerdynastie Löffler war nach dem ZDF Adam Dreyling. Ihm gelang es, die Geheimnisse der weltberühmten Gießerei Löffler zu ergründen. Als ihm sein Onkel den Meisterbrief verweigerte, entschloss sich Dreyling, Innsbruck zu verlassen“ und nach Venedig zu fliehen. Hier wartete ein Schiff des englischen Geheimdienstes auf ihn, das ihn nach England brachte. Dort verbesserte er noch die Gusstechnik der Kanonen, die nun eine noch größere Reichweite bekamen. (Name von Dreyling historisch nicht belegt, aber das ändert nichts).

Nun konnte England mit kleineren, wendigeren Schiffen und besseren Kanonen die Armada schlagen und die Weltmacht mit ihrem „Commonwealth“ übernehmen. Staatsraub, “moderne“ hinterlistige Spionage, Illegale Kopien und die Weltmacht ohne Duldung von selbständigen Subimperialisten, all das konnten sie an die Amerikaner weitergeben. Aber leider war da auch das eingebaute Ende m8it dabei, der tendenzielle Fall der Profitrate. Aber so weit sind wir noch nicht. Der Wille zur Weltmacht und gutes Geld zu machen ohne Moral und Skrupel übertrug sich in dem Elisabethanisches Zeitalter auf alle bürgerlichen Engländer, und damit auch auf alle bürgerlichen Amerikaner.

Nun machen wir einen großen Schritt nach 1844. Da besucht Friedrich Engels England und untersucht dort die Lage der arbeitenden Klasse. In dem daraus entstehenden Buch, „in der er die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in England zur Zeit der frühen Industrialisierung darstellt. Die Schrift gilt als Pionierwerk der empirischen Sozialforschung und erhebt eine vernichtende Anklage gegen die englische Bourgeoisie, deren „zügellose Profitgier“ Engels für die Verelendung der Arbeiter verantwortlich macht – bis hin zum „sozialen Mord“.[3] Die Veröffentlichung ist ein   Standardwerk der Industrie- und Stadtsoziologie und wird von der UNESCO als „Meisterstück ökologischer Analyse“ bezeichnet“ (wiki)

Er schreibt im Kapitel „Die Stellung der Bourgeoisie zucm Proletariat“, Marxismus Bilder Buch, S. 382
„Mir ist nie eine so tief demoralisierte, eine so unheilbar durch den Eigennutz verderbte, innerlich zerfressene und für allen Fortschritt unfähig gemachte Klasse vorgekommen wie   die englische Bourgeoisie - und hier meine ich vor allem die eigentliche Bourgeoisie,   besonders die liberale, Korngesetzabschaffende. Für sie existiert nichts in der Welt, was nicht nur um des Geldes willen da wäre, sie selbst nicht ausgenommen, denn sie lebt für nichts, als um Geld zu verdienen, sie kennt keine Seligkeit als die des schnellen Erwerbs, keinen   Schmerz außer dem Geldverlieren. Bei dieser Habsucht und Geldgier ist es nicht möglich, dass eine einzige menschliche Anschauung unbefleckt bleibe…

Ich ging einmal mit einem solchen Bourgeois nach Manchester hinein und sprach mit ihm   von der schlechten, ungesunden Bauart, von dem scheußlichen Zustande der Arbeiterviertel und erklärte, nie eine so schlecht gebaute Stadt gesehen zu haben. Der Mann hörte das alles ruhig an, und an der Ecke, wo er mich verließ, sagte er: „Und
doch wird hier enorm viel   Geld verdient - guten Morgen, Herr!

Es ist dem englischen Bourgeois durchaus gleichgültig, ob seine Arbeiter verhungern oder nicht, wenn er nur Geld verdient. Allen Lebensverhältnisse werden nach dem Gelderwerb gemessen, und was kein Geld abwirft, das is dummes Zeug, unpraktisch, idealistisch. Darum ist auch die Nationalökonomie die Wissenschaft des Gelderwerbs, die Lieblingswissenschaft dieser Schacherjuden. Jeder ist Nationalökonom…“

Und noch ein Zitat, diesmal von Karl Marx von 1959. Iin dem Buch „Zur Kritik der Politischen Ökonomie“ schreibt er im Kapitel „Historisches zur Analyse der Waren“ auf Seite 43:

Wenn nun einerseits diese Polemik gegen das Geld mit bestimmten historischen Umständen   zusammenhängt, indem Boisguillebert die blindzerstörende Goldgier des Hofes eines Ludwig XIV., seiner Finanzpächter und seines Adels befehdet, während Petty in der Goldgier den tatkräftigen Trieb feiert, der ein Volk zur industriellen Entwicklung und zur Eroberung des Weltmarkts stachelt, springt hier jedoch zugleich der tiefere prinzipielle Gegensatz hervor, der sich als beständiger Kontrast zwischen echt englischer und  echt französischer Ökonomie wiederholt. Boisguillebert sieht in der Tat nur auf den stofflichen Inhalt des Reichtums, den   Gebrauchswert, den Genuss, und betrachtet die bürgerliche Form der Arbeit, die Produktion   der Gebrauchswerte als Waren und den Austauschprozess der Waren als die naturgemäße   gesellschaftliche Form, worin die individuelle Arbeit jenen Zweck erreiche.“

(Marxismus Bilder Buch S. 43)

Großbritannien hat allein im 19. Jahrhndert 39 Kolonialkriege duchgefüht. Vgl. Portal:Britisches Weltreich/Kriege des Britischen Weltreiches. Das sagt ja alles.

Solch ein absurdes Verhalten der englischen Bourgeoisie liegt geschichtlich wohl in dem angelsächsischen Abenteurertum. Die norddeutschen Wikinger (Angeln aus Schleswig-Holstein) und die altsächsischen Walhalla-Anhänger (Friesen, Niedersachsen und West- und Ostfalen), siedelten im Rahmen der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert nach Britannien um. Damals ging es schon darum „Ich oder Du“ und so durften die ansässigen Kelten nicht mehr heiraten. Im 6. Jahrhundert haben sich in England die Angelsachsen schon durchgesetzt und die Kelten waren nach Wales und Schottland zurückgedrängt worden. Hinfort setzte sich ein genuscheltes Plattdeutsch durch, die beiden Sprachen haben ja noch heute viele Ähnlichkeiten. Später kamen noch Skandinavier dazu. Da war aber die Sprachbildung schon abgeschlossen.

Spatha-Schwertgriff aus einem angelsächsischen Grab auf der Insel Wight

Diese Geschichte und die noch langen Kriege zwischen ihren verschiedenen Königreichen führten natürlich auch zu der harten Haltung der Briten. Deshalb hatten sich König Artus erräumt.

Diese Cowboygeschichtchen der Amerikaner wären bei den Chinesen nicht zu erwarten. Ich schreibe hier in der Konjunktivform, weil es dazu gar nicht mehr kommen wird, weil in einigen Monaten alle Blasen platzen werden und es heißt dann nur noch „Sozialismus oder Barbarei“. Wir wissen jetzt, wenn die Cowboys mal wieder Blut spritzen lassen wollen, das ist unsere eigene Vergangenheit.

Norbert Nelte
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