Somalia, Irak, Syrien … Ukraine?

Norbert Nelte - 13.03.2014 - Krieg

Die USA wollten die Einflusszone der Sowjetunion und dann Russlands zurückdrängen und diese Länder dann selber übernehmen, aber bei ihrem Feldzug hinterließen sie nur Trümmerlandschaften und Barbareien. Das ukrainische Abenteuer wird wahrscheinlich auch genau so im Orkus enden, wie alle kriminellen Abenteuer der USA seit dem Vietnamkrieg. Für jeden Krieg seit Somalia haben sie vorher den Zauberlehrling ausgebildet, den sie danach nicht mehr einfangen konnten und der danach mit den vereinigten Staaten zusammen die restliche Welt verwüstet, die verzweifelt noch gegen ihren Untergang kämpft.

Bei der Ukraine haben sie den Verwüstungsplan derart geschickt angestellt, dass das „seriöse“ bürgerlich ach so „demokratische“ Europa bei den Verwüstungen mitmacht. Nachdem die rechten Bürgerlichen um Präsident Juschtschenko und Tymoschenko als Ministerpräsidentin 2004 nach der orangenen Revolution bei der Anbindung an Europa versagt hatten, setzten die Westmächte auf die faschistischen Gruppen wie Swoboda oder den rechten Sektor und bildeten sie im Straßenkampf, Geheimaktionen, Anschlägen und der Propaganda aus.

Nachdem 2010 der letzte mit 30,3% gewählte Präsident Wiktor Janukowytsch sein Amt antrat, kündigte er 2013 das Assozierungsabkommen mit der EU, da es ja doch harte Sozialkürzungsmaßnahmen verlangte und er und die Bevölkerung viel mehr günstigere Konditionsbedingungen von Russland bekamen. Daraufhin setzten die Westmächte die Nazis in Marsch und entfachten auf dem zentralen Platz von Kiew, dem Maidan, eine Massenbewegung gegen Janukowytsdch und für den Vertrag mit der EU.

Jetzt kommt ein Trick, den die USA meistens am Anfang einer Schurkerei vorführen, nämlich eine Schurkerei, dem sie dem Gegner in die Schuhe schieben. Sie lassen auf die Demonstranten vom Maidan von einer jetzigen Regierungspartei schießen mit 60 Toten und unterstellen dieses brutale Massaker dem alten Präsidenten Janukowytsch.

Alle Indizien sprechen für diese Vermutung, allein schon deshalb, weil erstens der russische Außenminister Lawrow eine Aufklärung fordert und zweitens die jetzige Regierung genau dies ablehnt. Haben sie vielleicht Angst, dass ihre Mitarbeit dabei rauskommt und Russland kann das nur fordern, wenn sie genau wissen, dass sie eine reine Weste haben.

In der Folge wird Janukowytsch derart unter Druck gesetzt, dass er nach Russland flieht und die Nazischurken zusammen mit der „Vaterlandspartei“ die neue Regierung stellen. Swoboda stellt davon 6 Minister, den Verteidigungs-, den Jugend- und Sozialminister, den Umwelt-, den Landwirtschafts- und den Bildungsminister, den Generalstaatsanwalt, die Antikorruptionsausschussvorsitzende und den stellvertretenden Premierminister und der rechte Sektor z.B. den stellvertretenden Verteidigungsminister.

Swoboda will u.a. alle Parteien verbieten, den Import sämtliche Literatur aus Russland in die Ukraine verbieten  und alle russischsprachi­gen Intellektuellen und Ukrainophoben erschießen (schnell und ohne Prozess) sowie alle Industrien und Medien verstaatlichen.

Damit sie beweist, dass sie ihr Programm auch umsetzt, hat die neue Regierung schon mal die Minderheitenrechte der russischsprachigen Bevölkerung wie die russische Staatsprache abgeschafft oder die doppelte Staatsbürgerschaft unter Strafe gestellt. Der Vertrag mit Russland, den Militärhafen auf der Krim bis 2042 zu nutzen, wurde ersatzlos gekündigt.

Viele Russen haben zwei Staatsbürgerschaften, die sind jetzt alle kriminell.  Rabbiner fordert Juden zu Flucht aus Kiew auf. Die russische Intelligenz und die Ukrainophoben sollen ohne Prozess erschossen werden, die  russische Oma kann jetzt bei den Behörden ihre Rente nicht mehr auf russisch beantragen. 675.00 Russen sind nach einem Bericht der Agentur Tass im Januar und Februar schon nach Russland geflohen. Da ist es doch klar, dass die Russen alle Angst haben vor der Nazi-Regierung in Kiew und Putin sie beschützen will. Wir sind bestimmt kein Putin Anhänger, er ist ein kalter Despot, aber hier hat er recht.

Die Krim und das Donesz Becken gehörten vor der staatlichen Vereinigung 2012 zur Sowjetunion vorher zu Russland. 1991 bei der Trennung war Jelzin nur zu schwach, um das für Russland wieder einzufordern. Will der Westen jetzt für seine Großmachtpolitik diese Schwäche nutzen, Rossland hat im Mittelmeer sonst keinen Hafen mehr.

Die bürgerliche Partei von Timoschenko mit dem jetzigen Präsidenten Arsenij Jazenjuk heißt Vaterlandspartei. Auch nicht gerade liberal. Sie hat die beiden Anträge gegen die doppelte Staatsbürgerschaft und gegen die zwei Amtssprachen eingebracht, nicht einmal die Nazis. Da scheint das auch eine ganz schön rechte Partei zu sein a la Geert Wilders. Wenn wir dann noch sehen, dass Präsident Juschtschenko im Vorstand der anti­semitischen privaten Akademie für Humankap­i­tal (MAUP) saß, die einen Konferenz mit dem Titel „Die jüdisch-​bolschewistische Rev­o­lu­tion von 1917 - Quelle des Roten Ter­rors und der Hunger­snot in der Ukraine“, an der auch der ehemalige Klu-Klux-Klan-Führer David Duke teilnahm, abhielt, bekommen wir ein Bild davon, wir rechts die Mehrheitsgesellschaft seit der orangenen Revolution steht. Das fing schon mit der Auflösung der Sowjetunion an, wurde bei der orangenen Revolution noch verstärkt und jetzt wieder.

Mit diesem ganzen Gesindel arbeiten die Amerikaner zusammen, nur um Russlands Einfluss zurückzudrängen, außerdem haben Exxon und Shell Öllizenzen auf der Krim, die neu verteilt würden. Damit haben sie in der Ukraine ein Pulverfass installiert, das die ganze Welt in den Abgrund reißen kann.

Der Abgeordnete von Swoboda Mikhail Golovko drohte Russland schon mit  der Atombombe. In der Ukraine stehen 15 Atomkraftwerke, die alle dem russischen Staatskonzern gehören und die fast 44% vom ukrainischen Strom liefern. Das lädt die Nazis geradezu zu Anschlägen ein. Am 20.2.14 an dem AKW Riwne haben Nazis schon gezündelt. Erleben wir hier ein drittes Tschernobyl.

Die Vorsitzende der Vaterlandspartei Julia Timoschenko droht Krim bei Abspaltung mit Partisanenkrieg. Nicht zu fassen, da ist doch der Krieg schon vorprogrammiert. Die Alliierten werden wegen der Krim keinen Krieg machen wollen, weil sie wissen, bei einem Waffengang mit Russland gibt es nur Verlierer, nur weltweit verwüstete Städte und die Auslöschung der Menschheit. Und wenn die Ukrainer einen Partisanenkrieg auf der Krim machen, wird Russland die Ukraine angreifen. Will Timoschenko vielleicht noch die Alliierten da mit rein ziehen? Sie werden das Land noch in Trümmern gelegt bekommen, wie ihr großes Vorbild.

Da setzt der Cheftheoretiker des Untergangs noch eins drauf: „Brzeziński: EU kann mit Sieg in der Ukraine Weltmacht werden“. Klar, Weltmacht im Höllenschlund, das ist Eure Perspektive, unsere ist viel besser und nachhaltiger: Wir wollen unter uns keine Sklaven sehen und über uns keinen Herrn, und unsere Zukunft ist nah.

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